WIR blicken zurück

 

Im Jahre 2000, als unsere Liste WIR für WEITRA erstmals kandidierte, setzten wir unsere Hoffnungen auf 3 Mandate - dann gewannen wir sogar 4! Dieser Auf- schrei der Wähler, den beiden großen Parteien einen Denkzettel zu verpassen, war für uns Auftrag genug!
Wir haben von Anfang an Volldampf gegeben, viele Ideen eingebracht und in allen Ausschüssen (So ferne sie überhaupt einberufen wurden!) mitgearbeitet! Allen großen, vernünftigen Projekten haben wir zugestimmt. Zum Wohle unserer Stadt und seiner Bürger. (Sanierung Volksschule, Ausbau des Braustadtstadions, Neubau der Rot-Kreuz-Dienststelle u.v.a.m.)
 
Nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im August 2002 hat die Liste WIR für WEITRA rasch reagiert und ein Spendenkonto für die Weitraer Hochwasseropfer eingerichtet. Binnen zweier Wochen ist die stattliche Summe von 15.000,--€ zusammengekommen. Bürgermeister Himmer zeigte sich damals verärgert, da wir dem Spendenaufruf der Gemeinde zuvorkamen. Als Goodwill-Akt haben wir dann unsere Spenden mit den eingesammelten der Stadtgemeinde in einen Topf geschmissen.
 
Massive Gebührenerhöhungen (Kanal +46%, Wasser +20%) wurden von uns nicht mitgetragen! Mißstände wie beim Wilhelm-Szabo-Gedenkjahr einschließlich Symposium, als plötzlich ein Riesendenkmal da war, dass dann keiner in Auftrag gegeben haben wollte, haben wir schonungslos, mit aller Härte aufgedeckt!  (Es gab damals einen Beschluss über lediglich 25.000,-- ATS für das Symposium und den Ankauf etlicher Bücher!!!!). Wir empfanden dies als unsere allererste Pflicht als Kontrollorgan, auch wenn wir uns damals den Zorn der Mehrheitspartei zu- zogen!
Eine uralte politische Weisheit sagt uns, dass "Mehrheiten des Öfteren zu Dummheiten verleiten"! Es ist eine eigentümliche  Schwäche aller Mehrheits- parteien sich an einen Standpunkt festzubeissen und festzuhalten, ob er nun richtig ist oder nicht! Denn, man kann diesen ja mit den eigenen Stimmen durchboxen und sucht das Gespräch mit den anderen Parteien erst gar nicht. Das hat zwar nichts mit Demokratie zu tun, aber es ist einmal so.
 
So konnten wir es auch nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, als die Stadtgemeinde auf Wunsch des Landes 300.000,- Euro für die Überdachung und Adaptierung des Schlosshofes blechen musste. Diese Summe muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen - denn dass sind umgerechnet 4,13 Millionen Schilling!!!! Wir waren damals der Meinung, dass diese Summe sinn- vollerweise in die Renovierung der maroden  Ortswasserleitung, des Kanalnetzes und der Gemeindestraßen investiert werden sollte. Auch die geforderte Über- nahme der Ausfallshaftung von 30.000,-- bis 180.000,-- € !!!! für das Theater- festival Weitra wurde mit unseren Gegenstimmen von der VP und der SP damals beschlossen.
 
Einer weiteren massiven Erhöhung der Kanalbenützungsgebühr im Jahre 2008 wurde von unsere Bürgerliste ebenfalls die Zustimmung verweigert. Wir haben damals beantragt, doch Gebühren und Abgaben jährlich dem Index anzupassen, um die Geldbörsen unserer Bürger nicht dermaßen überzubeanspruchen - denn eine jährliche Erhöhung von 2 oder 3 % reißt niemanden vom Hocker, aber 30, 40 und auch mehr Prozent Preissteigerung auf einmal ist eine Belastung, die für viele von uns nicht verkraftbar ist!

Wo es sinnvoll war, sind wir zum Wohle unserer Stadt und unserer Bürger einen gemeinsamen Weg gegangen, sinnlosen Projekten haben wir nach bestem Wissen und Gewissen unsere Zustimmung verweigert. Der Schuldenstand unserer Gemeinde hat nun einen bislang nie gekannten Höhepunkt erreicht und es ist Zeit mit sinnvollen Sparmaßnahmen ein Zeichen zu setzen. Aber nicht in dem man den Bürger vermehrt zur Kassa bittet, sondern  ausgabenseitig den Gürtel enger schnallt!
 
Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft für unsere schöne Heimatstadt und dem Wohl seiner Bürger einsetzen!
 

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